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Die Dowayos

In dem relativ isolierten kleinen Dorf Finyolé in Kamerun, bestehend aus wenigen Sarés, einem Markt und einer wichtigen Missionsstation mit Schule und Krankenstation, leben die Dowayos. Sie sind Anhänger einer Naturreligion mit einem ausgeprägten Ahnen- und Totenkult, der anschaulich in René Gardis Buch “Alantika, Bergland in Kamerun” geschildert wird.



Das Bergland Alantika, übersetzt „Das von Gott verlassene Land“, liegt im Westen von Nordkamerun. Es wird durch die nigerianische Grenze auf der einen Seite und den Fluss Faro auf der anderen Seite abgegrenzt. Obwohl den Dowayo bereits einige Touristengruppen die Zivilisation näher gebracht haben, konnten sie durch die Isoliertheit ihres Landstriches ihre Lebensgewohnheiten und Traditionen bis heute bewahren.



Bei den Totenfeiern werden je nach der Bedeutung des Verstorbenen noch heute umständliche Zeremonien zelebriert, die von den Schmieden, Zauberern und den Alten des Dorfes geleitet werden. Sie ziehen sich über Tage, manchmal Wochen hin. Einige Zeit nach der Beerdigung werden die Schädel aus den Gräbern gehoben und an bestimmten Kultstätten in Tongefässen versorgt. Der respektheischende alte Dowayo des Dorfes passt während der Totenfeier mit großer Autorität auf, dass keine der notwendigen Zeremonien ausgelassen werden.



Einer der vielen Bräuche der Dowayo ist es, Puppen mit abstrakten, geometrischen Körpern und oft reichem Perlenschmuck als Mittel zum Ausdruck ihrer Gefühle zu verwenden. Die Puppen dienen kultischen und rituellen Zwecken, wie unter anderem zur Herbeiführung der Fruchtbarkeit oder zum Schutz des ungeborenen Lebens.
Die Dowayos leben in kleinen Hütten mit wohlgeformten, spitz gebundenen Hirsestrohdächern, welche alle zwei oder drei Jahre erneuert werden müssen.



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