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Die Mafa

Die Mafa sind mit etwa 200.000 Menschen die größte und politisch dominante Ethnie der Bevölkerungsgruppen in Nordkamerun. Sie leben auf den mit durchschnittlich 150 Einwohnern je km² äußerst dicht besiedelten Übergangshängen des nordwestlichen Mandara-Gebirges. Das Klima ist semi-arid mit einer sieben- bis achtmonatigen Trockenzeit und einer vier- bis fünfmonatigen Regenzeit.



Ihr Grundnahrungsmittel, verschiedene Hirsearten, gewinnen die Mafa durch Hackanbau im Fruchtwechselfolgeverfahren bei hoher Flächenintensität auf Terrassenfeldern. Dreimal täglich essen sie Hirsekloß mit verschiedenen Blättersoßen, zu denen nur bei festlichen Anlässen Soßen aus Erdnüssen, Sesam, Trockenfisch und vor allem dem begehrten Fleisch eine Abwechslung bieten. Sie halten Ziegen, Rinder und Federvieh in kleineren Mengen. Die Ziegen spielen bei Opferzeremonien und bei der Brautpreiszahlung eine Rolle.



Während der Islamisierungsversuche durch die Haussa erhielten sie von diesen auch den Namen Matakam, übersetzt „die Unbegleiteten“, ein Name, den dieses Volk noch heute missbilligt. Sie bewohnen das Gebiet nördlich von Mokolo bis hinauf nach Koza und leben mit ihren Familienverbänden in kleinen Rundhüttendörfern, deren markante Spitzdächer aus Stroh schon von weitem auf den Hügeln sichtbar sind.