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Die Mandara

Eine Ausnahme unter den Bergbewohnern bilden die Mandara, die schon vor Ankunft der Fulbe islamisiert waren und sich zusammen mit diesen Reisenomaden an den Feldzügen gegen die Kirdi beteiligten. Die Mandara, auch Wandala genannt, sind südlich des Tschadsees sowohl im nördlichen Kamerun von Koza bis hinab in die Ebene nach Mora als auch in Nigeria verbreitet. Sie siedeln in den Ebenen der Savanne zwischen herausragenden Steinhügeln sowie in einem gebirgigen Gebiet, wo die Gotel und Mandara Berge aufeinander treffen. In dieser Gegend leben unter anderem auch Paviane, Schimpansen, Adler und Habichte.



Die Mandara sind Hirten, die mit ihren Tieren von Saison zu Saison wandern, um frisches Weideland ausfindig zu machen. Der Hauptteil der Mandara sichert sein Überleben mit Landwirtschaft. Ohne Zuhilfenahme von moderner Ausrüstung kultivieren die Mandara ihr Getreide mit der Hacke. Getreide und Hirse sind ihr Grundnahrungsmittel, doch auch Bohnen, Erbsen, Süßkartoffeln, Kürbisse und Tabak werden angebaut. Ägyptische Einflüsse werden bei den Bewässerungsmethoden, der Verwendung von Düngemitteln und bei der Kultivierung von Knoblauch, Melonen und Weizen ersichtlich.



Tierzucht ist ein wesentlicher Bestandteil im Leben der Mandara. Die meisten Familien halten Rinder, kleine Pferde, Ziegen, Hunde, Hühner und Bienen, um ihr Überleben zu sichern. Lokale Märkte befinden sich außerhalb der Mandara Dörfer, wo verschiedene Produkte gegen Baumwolle und Kaurimuscheln als Zahlungsmittel eingetauscht werden. Händler transportieren im Hänger Waren wie Baumwollstoffe, Lederartikel und Nüsse zwischen den Nachbarregionen. Diese und andere Waren werden gegen Trockenfisch, Elfenbein und Straußenfedern eingetauscht.



Die Aufgabe des Mannes im Stamm ist das Jagen, Fischen, das Kultivieren des Ackerlandes, das Tiere hüten und Handeln mit den Waren. Die Verantwortlichkeit der Frauen liegt im Melken der Tiere und dem weniger bedeutenden Verkauf der Waren auf den lokalen Märkten. Einige Frauen hüten die kleineren Tiere und helfen bei der Feldarbeit.
Die Mandara leben in kleinen, kompakten Dörfern aufgeteilt auf rechteckige Lager, welche wiederum Stroh gedeckte Hütten aus gewebten Grasmatten umgeben von einem schützenden Erdwall einschließen. Der Anführer haust in der Mitte des Dorfes und bewacht die gesamte Gemeinschaft. Eine islamitische Moschee ist ebenfalls im Zentrum situiert, wo das religiöse Oberhaupt der Gemeinschaft dem Stammesführer bei Entscheidungsprozessen zur Seite steht.



Das Volk lebt in einer patriarchalischen Gesellschaft. Das gesamte Erbe wird vom Vater an den ältesten Sohn weitergegeben. Jungverheiratete Paare leben in der Familie des Bräutigams. Bei der Heirat ist die Zahlung eines Brautpreises in Form von Vieh oder Geld üblich. Oftmals haben die Männer mehrere Ehefrauen an ihrer Seite, wobei die Erstgeheiratete die Macht über die anderen Ehefrauen hat.
Die Mandara halten an dem islamischen Glauben und den Traditionen fest, was bedeutet, fünfmal am Tag zu beten, während den vorgeschriebenen Zeiten zu fasten und den Armen Almosen zu spenden. Sie glauben an ihren Gott Allah und an die Lehren seines Propheten Mohammed.



Sangha Lodge News

Sonntagmorgen – die Lodge-Gäste waren zum Gorilla-Tracking aufgebrochen. Mark Jefferies, eine befreundeter Südafrikaner und Pilot sagte plötzlich: Lass uns doch mal Dein Camp aus der Luft betrachten. … mehr (Rod Cassidy, Manager Sangha Lodge, ZAR, Oktober 2010)