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Der Bongo (Tragelaphus eurycerus)

Beschreibung

Der Bongo erreicht eine Körperlänge von bis zu 250 cm, ein Stockmaß von gut 120 cm sowie ein Gewicht von 180 bis 220 kg. Weibchen bleiben deutlich kleiner als Männchen. Beide Geschlechter tragen spiralförmige und leicht nach innen gebogene Hörner, die eine Länge von 80 bis 100 cm erreichen können. Diese dienen ausschließlich den Kämpfen mit Artgenossen bei der Verteidigung des Reviers. Diese Kämpfe enden nur selten mit Verletzungen und werden auch unter Weibchen ausgetragen. Auf dem Rücken zeichnet sich über die gesamte Länge ein Bürstenkamm ab, der einige Zentimeter lang sein kann. Das Fell ist überwiegend rostbraun gefärbt. Rücken und Flanken sind mit bis zu fünfzehn schmalen Querstreifen versehen. Weiße Bereiche hat der Bongo auch an den Extremitäten, am Hals und am Kopf. Der Bereich um die Augen ist deutlich heller gefärbt. Zwischen den Augen, also auf dem Nasenrücken, verläuft eine weiße Linie.



Verbreitung

Heute leben Bongos, die in zwei Unterarten vorkommen, nur noch in kleinen Abschnitten in West-, Zentral- und Ostafrika. Sie leben entlang von Flussläufen, auf Lichtungen oder im Unterholz des dichten tropischen Regenwaldes.



Verhalten

Der überwiegend nachtaktive Bongo lebt im Urwald, der durch dichtes Dickicht gekennzeichnet ist. Hier ist er mit seiner Streifung bzw. Färbung optimal getarnt. Böcke leben im Allgemeinen einzelgängerisch. Mehrere Weibchen und deren Nachwuchs schließen sich zu Gruppen zusammen, die durch eine Rangfolge festgelegt ist. Bongos sind keine schnellen Läufer, was im Dickicht des Dschungels auch keinen großen Sinn macht. Daher sind sie für den Menschen oder große Räuber leicht zu erjagen.



Ernährung

Bongos leben ausschließlich vegetarisch. Neben Gras und Kräutern fressen sie auch junge Triebe, Laub, Wurzelwerk, und Früchte. Ihren Durst stillen sie an Gewässern in ihrem Lebensraum. Sie gehen hauptsächlich nachts auf Nahrungssuche. Tagsüber verbergen sie sich im Unterholz.



Fortpflanzung

Die Tiere erreichen die Geschlechtsreife mit rund zwei Jahren. Die Paarungszeit ist an keine feste Jahreszeit gebunden und findet ganzjährig statt. Außerhalb der Trächtigkeit ist ein Weibchen etwa alle drei Wochen für drei Tage empfängnisbereit. Nach einer Trächtigkeit von 280 bis 300 Tagen bringt das Weibchen ein, selten zwei Jungtiere zur Welt. Auch wenn es kurz nach der Geburt bereits stehen kann, so bleibt es für die nächsten Wochen im Unterholz verbogen, um vor Feinden in Sicherheit zu sein. Das Muttertier besucht mehr oder weniger nur ihr Kalb, um es zu stillen. Ab etwa der achten Woche folgt das Kalb der Mutter und wird in die Gruppe integriert. In der Wildnis haben Bongos eine Lebenserwartung von ca. 15 Jahren.



Schutz und Gefährdung

Aufgrund von immer wiederkehrenden Krankheiten wie der Rinderpest und anhaltender Zerstörung ihrer Lebensräume, sind die Bongos heute selten geworden. Ihr früher großflächiges Verbreitungsgebiet ist heute in kleine, abgespaltene Gebiete aufgeteilt. In Sicherheit leben sie in Freiheit nunmehr nur noch in Nationalparks.



(Quelle: Vgl. http://tierdoku.de, Sept. 2010)

Sangha Lodge News

Sonntagmorgen – die Lodge-Gäste waren zum Gorilla-Tracking aufgebrochen. Mark Jefferies, eine befreundeter Südafrikaner und Pilot sagte plötzlich: Lass uns doch mal Dein Camp aus der Luft betrachten. … mehr (Rod Cassidy, Manager Sangha Lodge, ZAR, Oktober 2010)