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Der Mandrill (Mandrillus sphinx)

Der Mandrill zählt innerhalb der Familie der Meerkatzenverwandten (Cercopithecidae) zur Gattung der Backenfurchenpaviane (Mandrillus).



Beschreibung

Der Mandrill erreicht eine Körperlänge von 50 bis 95 cm sowie ein Gewicht von 12 bis 26 kg. Weibchen bleiben mit einer Körperlänge von bis zu 65 cm deutlich kleiner und einem Gewicht von 12 bis 15 kg leichter als Männchen. Vor allem im Kopfbereich zeigen die Geschlechter deutliche Unterschiede. Die Eckzähne der Männchen erreichen eine Länge von 6 bis 7 cm und dienen ihm als Furcht einflößende Waffe. Der Nasenrücken weist eine rosarote Färbung auf. Die seitlichen Teile der lang gezogenen Schnauze sind bläulich gefärbt. Markant sind auch die stark hervortretenden Augenwülste. Die Iris der Augen weist meist eine goldgelbe Färbung auf. Der Körper und auch die Extremitäten sind kräftig ausgebildet. Das Fell weist eine olivgrüne bis braune Grundfärbung auf. Das Hinterteil weist eine rötliche und bläuliche Färbung auf. Männchen sind insgesamt prächtiger gefärbt.



Verbreitung

Mandrills leben in Zentralafrika. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich über Kamerun, dem Kongo, Gabun und Äquatorial Guinea. Tropische Regenwälder und dichte Sekundärwälder gehören zu ihren natürlichen Lebensräumen. Hier leben sie fast ausschließlich auf dem Boden. Nur während der Nacht suchen sie Schutz bietende Bäume auf.



Verhalten

Mandrills leben in größeren Haremsgruppen, die aus durchschnittlich 30 bis 50 Individuen bestehen. Das dominierende Männchen ist immer in der Nähe seiner Gruppe und ist bei Gefahr durch Fressfeinde oder Rivalen sofort zur Stelle. Bei Erregung scheinen die bläulichen Teile des Gesichts noch deutlicher hervorzutreten. Durch Schläge auf den Boden und Aufreißen des Maules zeigt das Männchen wer Herr im Hause ist. Mandrills sind tagaktiv und verbringen die Nacht in Schlafbäumen. Zum Seelenfrieden einer Gruppe gehört die gegenseitige Fellpflege, die letztlich die soziale Bande untereinander stärkt. Natürliche Feinde haben Mandrills neben dem Leopard nur wenige.



Ernährung

Mandrills sind Allesfresser. Neben pflanzlicher Nahrung wie Sämereien, Hülsenfrüchte, Körner und Waldfrüchte fressen sie zu einem hohen Anteil tierische Nahrung. So verwundert es nicht, dass der tierische Speisezettel reich gefüllt ist. Schnecken (Gastropoda), Froschlurche (Anura), kleinere Reptilien (Reptilia), kleinere Wirbeltiere sowie allerlei wirbellose Tiere und Insekten werden bevorzugt gefressen. Gelegentlich werden auch Pilze verzehrt.



Fortpflanzung

Die Geschlechtsreife erreicht der Mandrill mit vier bis sechs Jahren. Weibchen bringen alle zwei Jahre Nachwuchs zur Welt. Die Paarungszeit erstreckt sich in den natürlichen Lebensräumen von Juli bis in den Oktober hinein. Mandrills leben in Haremsgruppen, die von einem dominanten Männchen angeführt werden. Nur dieses Männchen hat ein exklusives Recht auf Paarung mit den Weibchen. Das dominante Männchen verteidigt sein Recht vehement, wobei es nicht selten zu erbitterten und blutigen Kämpfen kommt. Nach einer Tragezeit von rund 180 Tagen bringt ein Weibchen ein Jungtier zur Welt. Die Aufzucht des Nachwuchses obliegt einzig und alleine dem Weibchen. Ältere Geschwister helfen der Mutter aber durchaus. Mandrills erreichen in Freiheit ein Alter von 20 bis 30 Jahren. In Gefangenschaft ist ein Alter von bis zu 40 Jahren durchaus möglich.



Schutz und Gefährdung

Der Mandrill gehört heute zu den stark gefährdeten Primatenarten. Nicht nur die weit reichende Zerstörung der natürlichen Lebensräume, sondern auch die starke Bejagung durch den Menschen haben den Mandrill an den Rand der Ausrottung gebracht. Da Mandrills in größeren Gruppen umherziehen, sind sie für Wilderer und Jäger eine leichte Beute.



(Quelle: Vgl. http://tierdoku.de, Sept. 2010)

Sangha Lodge News

Sonntagmorgen – die Lodge-Gäste waren zum Gorilla-Tracking aufgebrochen. Mark Jefferies, eine befreundeter Südafrikaner und Pilot sagte plötzlich: Lass uns doch mal Dein Camp aus der Luft betrachten. … mehr (Rod Cassidy, Manager Sangha Lodge, ZAR, Oktober 2010)