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Der Westliche Flachlandgorilla (Gorilla gorilla)

Der Westliche Gorilla (Gorilla gorilla), veraltet nur Gorilla, gehört innerhalb der Familie der Menschenaffen (Hominidae) zur Gattung der Gorillas (Gorilla). Es sind 2 Unterarten bekannt, von denen alle bedroht oder stark bedroht sind. Westliche Gorillas sind die größten Menschenaffen. Der vom Aussterben bedrohte Gorilla wurde von den Vereinten Nationen zum Internationalen Tier des Jahres 2009 ernannt.



Beschreibung

Der Westliche Gorilla erreicht eine Körpergröße von rund 190 cm sowie ein Gewicht von 100 kg (Weibchen) bis 230 kg (Männchen). Die Nominalform, der westliche Flachlandgorilla, weist eine graubraune Fellfärbung auf. Die östliche Unterart hat ein schwarzes Fell. Ältere Männchen haben auf dem Rücken eine hellgraue bis silberfarbene Färbung. Aufgrund dieser Färbung werden sie auch Silberrücken genannt.



Verbreitung

Westliche Gorillas sind in den Regen- und Nebelwäldern Zentralafrikas zu Hause. Sie bevorzugen lichten Urwald mit ausgeprägtem Unterholzwuchs. In gebirgigen Regionen sind sie in Höhen von bis zu 2.600 m beheimatet.



Verhalten

Westliche Gorillas leben in kleinen Haremsgruppen von bis zu 20 Tieren. Ein dominantes Männchen führt die Gruppe an, in der neben einigen Weibchen auch Jungtiere verschiedener Altersgruppen zu finden sind. Sie beanspruchen eine Reviergröße von 20 bis 40 km². Es sind friedfertige Tiere, die nicht angriffslustig sind und einer Auseinandersetzung eher aus dem Weg gehen.



Ernährung

Westliche Gorillas leben ausschließlich von pflanzlicher Kost. Neben Blättern, Knospen und jungen Sprösslingen fressen sie auch Wurzeln, Knollen und Rinde. Ihre Nahrung suchen sie nur am Boden. Weibchen und Jungtiere begeben sich schon mal zur Nahrungssuche in die Bäume, erwachsene Männchen leben ausschließlich am Boden.



Fortpflanzung

Die Geschlechtsreife erreichen Weibchen mit rund 7 Jahren, Männchen mit 9 Jahren. Die Paarungszeit ist an keine bestimmte Jahreszeit, sondern an die Brunstzeit der Weibchen (1-3 Tage) gebunden. Bei Gorillas liegen Berichte über das Auftreten von Orgasmen vor. Die Tragezeit dauert etwa 9 Monate. Nur während der Stillzeit sind bei den Weibchen die Brüste ausgebildet. Es wird in der Regel ein Jungtier zur Welt gebracht, dass ein Geburtsgewicht von durchschnittlich 2.000 g hat. Das Weibchen bringt nur alle 4 Jahre ein Jungtier zu Welt. Die ersten Wochen bleibt das Jungtier nur bei der Mutter, ab der 9. Woche beginnt es die nähere Umgebung zu erkunden und ab dem 9. Monat ist es relativ selbständig und kann auch aufrecht stehen. Es bleibt aber für etwa 4 Jahre in engem Kontakt mit dem Muttertier. Mit etwa 15 Jahren sind Gorillas ausgewachsen. Ihre Lebenserwartung liegt in Freiheit bei bis zu 40 Jahren.



Schutz und Gefährdung

Aufgrund der starken Bejagung und der Zerstörung der natürlichen Habitate sind alle Unterarten mehr oder weniger stark vom Aussterben bedroht. In der Roten Liste sind sie als gefährdet eingestuft.



(Quelle: Vgl. http://tierdoku.de, Sept. 2010)



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