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Reiseinformationen zu Burundi

Deutsche benötigen für die Einreise nach Burundi ein Visum, welches in Deutschland bei der burundischen Botschaft in Berlin für 50 EUR beantragt werden kann (detaillierte Informationen finden Sie auf der Internetseite der Botschaft Burundis . Es wird ein Reisepass verlangt, der noch mindestens 6 Monate gültig ist. Außerdem sollte unbedingt der Impfpass mitgeführt werden; eine gültige Impfung gegen Gelbfieber ist vorgeschrieben! Kinder benötigen einen eigenen Pass; die Eintragung im Pass der Eltern reicht nicht aus.



Botschaften der Republik Burundi

Berliner Straße 36, 10715 Berlin
Tel. +49 (0) 30 – 23 45 67-0
Fax +49 (0) 30 – 23 45 67-20
E-Mail: info@burundi-embassy-berlin.com
Öffnungszeiten: 9 bis 17 Uhr
(zuständig für Deutschland)

Rue de Lausanne 44, 1201 Genf
Tel. +41 (0) 22 7327 705
Fax +41 (0) 22 7327 734
E-Mail: mission.burundi@bluewin.ch
(zuständig für Österreich und die Schweiz)

Bitte achten Sie während der Reise stets auf ihren Reisepass, da dessen Verlust größere Probleme mit sich bringen kann. Um etwaige Unannehmlichkeiten beim Verlust des Passes zu vermeiden, empfehlen wir Ihnen eine Fotokopie anzufertigen und diese immer getrennt vom Originaldokument mitzuführen. Beim Aufenthalt in Städten sollten Sie Ihren Reisepass besser im Hotelsafe lassen und nur die Kopie mit sich führen.




Sicherheit

Das Auswärtige Amt rät Reisenden auf Grund der weiterhin instabilen politischen Lage zu besonderer Vorsicht und Wachsamkeit. Reisen innerhalb Burundis sind mit Gefahren verbunden, insbesondere in den Provinzen Bubanza, Cibitoke und Bujumbura rural. Von nicht unbedingt erforderlichen Reisen in die Provinz Bujumbura rural südlich von Bujumbura wird abgeraten.

Aufgrund der langjährigen gewaltsamen Auseinandersetzungen – in Burundi wütete zwischen 1993 und 2003 ein Bürgerkrieg zwischen der Armee und verschiedenen Rebellenorganisationen; erst 2006 schloss die Regierung ein Waffenstillstandsabkommen mit der letzten Rebellengruppe – ist die Gewaltbereitschaft in der Bevölkerung nach Erkenntnissen des Auswärtigen Amtes hoch. Die Situation hat sich allerdings seit 2005 merklich verbessert. Angesichts der hohen Arbeitslosigkeit im Land und der zahlreichen Waffen, die im Umlauf sind, stellen die allgemeine Kriminalität und die verbreitete Straflosigkeit große Probleme dar. Zwar sind Ausländer davon weniger betroffen, aber auch sie werden gelegentlich Opfer von Straftaten. Bitte beachten Sie die üblichen Vorsichtsmaßnahmen auf Reisen! Nach Einbruch der Nacht und bei Reisen ins Landesinnere ist besondere Vorsicht geboten. Reisen vor Ort sollten nur mit vertrauenswürdigen Kontaktpersonen unternommen werden. Polizei und Justiz entsprechen nicht europäischem Standard.




Gesundheit

Der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amtes rät grundsätzlich zu den Standardimpfungen gemäß den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts. Dazu gehören Schutzimpfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Polio, gegebenenfalls gegen Pertussis, Mumps, Masern, Röteln und Influenza. Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A und Typhus, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, Meningokokken-Krankheit (ACWY), Tollwut und ggf. Cholera empfohlen. Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber wird bei der Einreise für alle Reisenden ab dem vollendeten 1. Lebensjahr gefordert.

Das Malaria-Risiko ist ganzjährig und landesweit hoch. Daher empfiehlt sich eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme). Darüber hinaus sollten alle Reisenden zum Schutz vor Insektenstichen körperbedeckende Kleidung tragen (lange Hosen, langärmlige Hemden), ganztägig und auch nachts Insektenschutzmittel (Repellent) auf alle freien Körperstellen auftragen (ggf. auch mehrfach) und unter einem Moskitonetz schlafen.
In einem persönlichen Beratungsgespräch mit dem Tropenarzt bzw. dem Impfarzt mit tropen- und reisemedizinischer Erfahrung können Sie sich näher über Impfungen und nötige Prophylaxe informieren. Bitte vereinbaren Sie den Beratungstermin und eventuelle Impftermine rechtzeitig vor Ihrer Reise!

HIV / Aids ist im Lande ein großes Problem und eine Gefahr für alle, die Infektionsrisiken eingehen: Sexualkontakte, unsaubere Spritzen oder Kanülen und Bluttransfusionen können ein erhebliches, lebensgefährliches Risiko bergen.

Es besteht ein landesweit erhöhtes Risiko für Durchfallerkrankungen. So treten auch sporadisch und lokal begrenzte Cholera-Epidemien auf. Für Reisende könnte deshalb eine Cholera-Schluckimpfung zurzeit sinnvoll sein. Durch entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene (ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, nichts lau Aufgewärmtes essen, Fliegen von der Verpflegung fernhalten, konsequentes Händewaschen) können die meisten z. T. auch gefährlichen Durchfälle und durch einen konsequenten Mückenschutz (Repellentien, Mückennetz, bedeckende Kleidung, Verhalten) können viele andere Tropen- und Infektionserkrankungen ganz vermieden werden. Dazu zählen auch das Denguefieber und die Malaria.

Weitere Tropen- und Infektionserkrankungen wie Meningitis (bakterielle Hirnhautentzündung; Impfschutz evtl. ratsam), Schlafkrankheit und Bilharziose kommen vor, allerdings in sehr unterschiedlicher Gefährdung der Reisenden.

Zur medizinischen Versorgung im Land vermerkt das Auswärtige Amt: „Burundi gehört zu den medizinisch äußerst unzureichend versorgten Ländern in der Region Ostafrika. Fehlende Finanzen schränken die Ausstattung von Krankenhäusern und die Beschaffung von medizinischen Geräten erheblich ein. Probleme bei der Instandhaltung von Gebäuden und Mängel bei der Wartung von medizinischen Geräten sind unschwer zu erkennen. Eine hohe Personalfluktuation im Medizinsektor stellt ein weiteres Problem dar. Es gibt einige in Europa ausgebildete Ärzte, die ihre erworbenen Fähigkeiten wegen des beschriebenen Mangels nur zum Teil einsetzen können. Ein ausreichender, dort gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung sind dringend empfohlen.“ Auch eine individuelle Reiseapotheke sollte mitgenommen und unterwegs den Temperaturen entsprechend geschützt werden (Kühlkette). Hierzu ist ebenfalls eine individuelle Beratung durch einen Tropenarzt bzw. Reisemediziner sinnvoll.




Geld

Die Währung Burundis ist der Burundi-Franc (BIF). Er ist in 100 Centimes unterteilt. Ein Euro ist derzeit 1.697 BIF wert (Stand Februar 2011).Zur Mitnahme aus Deutschland sind Euro und US-Dollar zu empfehlen. Man sollte US-Dollar in bar für die Zahlung von Visum, Ausreisesteuern und Flugsicherheitsgebühr mitführen. Es werden in Burundi nur Dollarnoten mit großem Präsidentenkopf, die NACH 1996 gedruckt wurden, akzeptiert (nur Ein-Dollar-Noten mit kleinem Kopf sind ebenfalls zulässig).

Reiseschecks bieten Ihnen, im Gegensatz zu Bargeld, bei Verlust zwar die Sicherheit der Erstattung, Sie erhalten aber beim Umtausch vor Ort einen wesentlich schlechteren Kurs. Sowohl Schecks als auch Bargeld können dann vor Ort nach und nach in die Landeswährung umgetauscht werden. Ihr Tourenleiter wird Ihnen dabei selbstverständlich behilflich sei. Kalkulieren Sie Ihren Geldbedarf für die anfallenden Vorortausgaben (vgl. „nicht in den Leistungen enthalten“) und planen Sie dabei eine gewisse Reserve mit ein. Bitte vergessen Sie nicht die Umtauschbescheinigung zu den Reiseschecks, da die problemlose Wiederbeschaffung nur bei Vorlage dieser Bescheinigung möglich ist. Überlegen Sie auch, ob für Ihre Zwecke überhaupt Schecks erforderlich sind, denn die Gebühren für den Umtausch der Schecks im Reiseland sind oft sehr hoch und der Umtauschkurs in jedem Fall schlechter. Darüber hinaus kann das Eintauschen von Schecks in Bargeld langwierig und umständlich sein – in Burundi sind Wartezeiten von mindestens drei Wochen üblich! Unter Umständen kommen Sie auch mit Bargeld allein aus. Der Gebrauch von Kreditkarten ist, wenn überhaupt, bisher nur in den größeren Städten möglich. Verlassen Sie sich also bitte nicht auf dieses Zahlungsmittel. Als Reserve ist eine Kreditkarte allerdings sehr zu empfehlen; mit Visa/MasterCard können fremdländische Währungen bei der Interbank ausgezahlt werden.




Telefon und Internet

In Burundi existiert ein nationales Mobiltelefonnetz, deutsche SIM-Karten sind allerdings nicht verwendbar. Lokale SIM-Karten lassen sich in SIM-Lock-freien Handys benutzen, die angebotenen Handydienste sind aber beschränkt. Es gibt Internetcafés, die aber nur über sehr langsame Verbindungen verfügen.

Elektrizität

Die Netzspannung beträgt 220 Volt, europäische Stecker passen in aller Regel ohne Adapter in die Steckdosen. Wer auf Nummer sicher gehen will, nimmt trotzdem einen Adapter mit.




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