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Länderinformationen zu Ruanda

Allgemeines

Keine Frage: Ruanda hat für blutige Schlagzeilen gesorgt. Doch seit dem Ende des Bürgerkriegs hat Ruanda eine sehr friedliche und überaus positive Entwicklung genommen; heute gehört das „Land der tausend Hügel“ für Afrika-Fans und Safariliebhaber zu den schönsten Zielen des gesamten Kontinents. Auf seine Besucher wartet nicht nur eine beeindruckende Natur, sondern auch die warmherzige Gastfreundlichkeit der Bevölkerung.

Hauptgrund für viele Reisen sind allerdings die wohl bekanntesten Bewohner Ruandas: In den Höhenlagen der Virungavulkane im Norden des Landes leben mehrere hundert der extrem gefährdeten Berggorillas. In den geschützten Gebieten ihrer natürlichen Lebensräume tief im tropischen Bergregenwald sind sie vor Wilderern sicher, und Besucher können sich den „sanften Riesen“ hier bis auf wenige Meter gefahrlos nähern – ein unvergleichliches Abenteuer und eine unvergessliche Begegnung.



Geografie

Ruanda liegt in Ost-Zentralafrika knapp südlich des Äquators. Der Binnenstaat grenzt an Burundi, die Demokratische Republik Kongo, an Uganda und Tansania. Das Staatsgebiet umfasst etwa 26.000 Quadratkilometer; damit ist Ruanda flächenmäßig etwas kleiner als das Land Brandenburg. Wegen seiner in weiten Teilen hügeligen Landschaft, vor allem im Zentrum des Landes, wird Ruanda auch das Land der tausend Hügel genannt. Auf ruandischem Territorium verläuft die Hauptwasserscheide des afrikanischen Kontinents zwischen den Einzugsgebieten des Nil und des Kongo.

Den Norden dominieren die Vulkane der Virungakette mit dem Volcanoes-Nationalpark und dem höchsten Gipfel Ruandas: Der Karisimbi (4507 m) ist ein schlafender Vulkan, und wie die gesamte Kette gehört er zum Ostafrikanischen Grabenbruch. Im Westen bildet der Kivusee mit seinen schönen Stränden und vielen kleinen Inseln die Grenze zur DR Kongo.

In den Tiefländern im Osten Ruandas, an der Grenze zu Tansania, befindet sich der Akagera-Nationalpark mit dem gewundenen Lauf des Akagera-Flusses, einem Seen- und Sumpflabyrinth sowie typischer Savannenlandschaft. Der dritte Nationalpark des Landes ist der Nyungwe-Nationalpark im Südosten. Er schützt den größten zusammenhängenden Bergregenwald in Ost- und Zentralafrika und damit einen der ältesten Wälder überhaupt, dessen Ursprünge bis in die letzte Eiszeit reichen.



Politik und Gesellschaft

Ruanda ist eine präsidiale Republik. Die aktuelle Verfassung wurde 2003 per Volksabstimmung verabschiedet – bis 2003 waren politische Organisationen verboten.
Die meisten der insgesamt rund elf Millionen Einwohner Ruandas leben auf dem Land. Größte Stadt mit etwa 900.000 Bewohnern ist die Hauptstadt Kigali im Zentrum des Landes.

Die Bevölkerung setzt sich aus den Volksgruppen der Hutu (ca. 85 %), der Tutsi (ca. 14 %) und der Twa (ca. 1 %) zusammen. Ruanda gehört jedoch zu den wenigen afrikanischen Ländern, in denen die Bevölkerung eine gemeinsame Sprache und eine gemeinsame Kultur teilt. Landessprache ist Kinyarwanda, daneben wird zunehmend auch Englisch und Französisch gesprochen.



Klima

Im Gegensatz zu den meisten afrikanischen Regionen hat Ruanda ein ausgeglichenes, gemäßigtes Klima, dessen höchste und niedrigste Temperaturen in einem angenehmen Verhältnis für den Organismus stehen. Durch die spürbare Abkühlung während der Nacht ist ein erfrischender Schlaf gewährleistet.

Dies soll und darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Kraft der Sonne während des Tages nicht unterschätzt werden darf. Europäische Besucher sind in jedem Fall gut beraten, für Aufenthalte im Freien ausreichenden Sonnenschutz (Kopfbedeckung, Sonnencreme etc.) mitzunehmen.



Auf der Internetseite des Auswärtigen Amtes finden Sie weitere aktuelle Informationen zu Ruanda




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