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Der Akagera Nationalpark

Im Jahr 1934 gründete die belgische Kolonialbehörde den damals rund 2500 km² großen Parc National de l´Akagera, um die wildreiche Natur und vielfältige Landschaft am Akagera-Fluss zu schützen. Der Park umfasst Busch- und Baumsavanne im Süden, Grassavanne im Norden sowie Feucht- und Sumpfgebiete im Südosten. Im Jahr 1998 wurde die Parkfläche um mehr als zwei Drittel verkleinert, um zusätzliches Weideland für die riesigen Rinderherden als Nutztiere der Bevölkerung zu gewinnen.



In den Jahren 2004 und 2007 zerstörten großflächige Brände mehr als ein Drittel der Parkfläche. Ende 2009 wurde begonnen, mit einem elektrischen Zaun illegale Eindringlinge fernzuhalten. Die Tierbestände haben unter dem Verlust großer Teile ihres Lebensraumes stark gelitten. So wurden die ursprünglich zahlreichen Spitzmaulnashörner ausgerottet und die Löwenpopulation stark dezimiert.



Der Park ist trotz seiner traurigen Vergangenheit unbestritten einen Besuch wert. Er ist anzjährig erreichbar, während der Regenzeit jedoch nur mit einem Allradfahrzeug zu befahren. Ideal für einen Besuch sind die trockenen Monate Dezember bis Mitte April. Durch den Akagera Nationalpark ziehen kleine Herden von Impalas und Steppenzebras. An Gewässern sind Krokodile, Flusspferde, die scheuen Wasserböcke und seltenen Sitatunga-Antilopen zu entdecken.



Elenantilopen, Topis, Buschducker, Riedböcke, Pferdeantilopen, Warzenschweine, Anubis-Paviane, Typfelhyänen, Streifenschakale sowie ein paar wenige Elefanten, Giraffen und Leoparden sind weitere Bewohner des Reservates, die auf einem geführten Game Drive aufgespürt werden können. Seit Anfang 2010 werden spannende Nachtfahrten, so genannte Night Drives, mit großen Scheinwerfern angeboten.