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Iona Nationalpark

Der Iona-Nationalpark liegt im Süd-Westen Angolas, in der Provinz Namibe, etwa 200 km von der Stadt Namibe entfernt. Im Jahre 1937 wurde er zum Nationalpark erklärt und hat eine Fläche von über 15.000 km², womit er der größte Nationalpark des Landes ist. Die natürlichen Grenzen des Parks bilden die Atlantikküste im Westen, der beständige Cunene im Süden, sowie der Fluss Curoca im Norden und Osten.

Im Iona Nationalpark finden sich verschiedenen Wüsten- und Halbwüsten-Ökosysteme mit Wanderdünen an der Küste, Prärie, Grasland, Wäldern, trockenem Strauchland und Savanne. In der Regenzeit verwandelt sich das Grasland in halbtrockene Savanne und weiter östlich in Mopane-Wälder.

Vor dem Bürgerkrieg in Angola war der Iona Nationalpark als Tierparadies bekannt. Leider richteten illegales Jagen, Wilderei, sowie der Verfall der Infrastruktur wie in den meisten anderen Nationalparks Angolas erheblichen Schaden an. Durch die Verwüstungen nach jahrzehntelangem Krieg wurde die Tierwelt fast komplett ausgelöscht. Allerdings bemüht man sich stetig den großen Verlust der Tierwelt wieder zu ersetzen. Im Park findet man nun unter anderem Springböcke, Bergzebras oder Strauße.

Der Iona Nationalpark ist auch bekannt für seine einzigartige Flora, mit der beeindruckenden Welwitschia (eine der langlebigsten Pflanzen der Welt), und seine unglaublichen Felsformationen. Auch die vielfältige Vogelwelt, vor allem in Küsten- und Flussnähe zu beobachten, machen den Park populär. Besonders die außergewöhnlichen Landschaftbilder sind der Traum eines jeden Fotografen.

Außerdem ist der Park Heimat für viele indigene Völker wie die Mucubal und Himba, sowie viele Kimbundu-Stämme. Die meisten sind Bauern und Hirten, die abgeschieden von der Außenwelt leben. Anthropologen, die sich mit den Ureinwohnern dieser Region beschäftigten, sind der Meinung, dass sie die lebendigste, ursprüngliche Kultur auf dem afrikanischen Kontinent vorweisen.



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