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Der Ivindo Nationalpark

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Südwestlich von Makokou liegt der waldbedeckte Ivindo Nationalpark, welcher nach einem majestätischen Fluss benannt wurde. Der Park wurde 2001 gegründet und ist der erste von zwölf Nationalparks in Gabun. Die Wirtschaft befindet sich in einem bedeutenden Strukturwandel; weg von den langsam erschöpften Öleinnahmen hin zu einem nachhaltigen Ökotourismus, durch welchen Einnahmen zum Schutze der Flora und Fauna generiert werden sollen.



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Absolutes Highlight des Parks sind die zwei Wasserfälle, der Kongou und der Mingouli. Die Kongoufälle sind bei Weitem die eindrucksvollsten Wasserfälle Afrikas. Von allen Seiten stürzen die Wassermassen in den Fluss. Auf einer Tour durch den tiefen Wald zu den Wasserfällen bieten sich zahlreiche Möglichkeiten, Vögel, Affen und Flusspferde zu beobachten. Während der Trockenzeit ist solch eine Tour nicht so empfehlenswert, wenn der Fluss sehr tief liegt und der Weg streckenweise über schroffe Felsen entlang führt.



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Der Park schließt das 10.000 Hektar große Impassa Reservat ein, eines der ersten afrikanischen Schutzgebiete südwestlich von Makokou. Glücklicherweise ist die Abholzung in diesem Gebiet jeher untersagt, doch die Wilderei stellt immer noch ein großes Problem dar. Seit den frühen 70ern hat sich hier eine Forschungsgruppe bestehend aus 100 Spezialisten niedergelassen. Gemeinsam mit einem Naturführer können Besucher sich auf die Spuren der Elefanten, Büffel, Gorillas und Affen begeben. Mit über 430 Vogelarten ist das Ivindo Becken der ideale Ort für Vogelliebhaber und –forscher.



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Weiter südlich des Ivindo Nationalparks liegt Langoué Bai, ein Ort einmaliger Schönheit. Die „Bai“, ein Ausdruck der Pygmäen für Waldlichtung, ist ca. 1000 mal 300 Meter groß. Das mineralhaltige Wasser der Saline lockt die Tiere aus dem Tarnumhang der dichten Vegetation. Besonders bei Elefanten erfährt das nahrhaft salzige Solewasser große Beliebtheit. Diese Lichtung wird von Forschern überwacht und die Elefantenpopulation sowie deren Verhalten dokumentiert.



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So kann festgestellt werden, wie oft die Dickhäuter diese Stelle besuchen, in welcher Gemeinschaft sie unterwegs sind und welcher Weg sie zu dieser paradiesischen Stelle führt. Diese Forschungsergebnisse offenbaren interessante und noch wenig verbreitete Informationen über das Leben der Waldelefanten, das bisher kaum erforscht wurde. Interessanterweise stellten die Forscher fest, dass die Elefanten die Lichtung nicht nur aufgrund des nahrhaften Mineralwassers aufsuchen, sondern auch soziale Motive für die Zusammenkunft in dieser gemeinschaftlich genutzten Bai verfolgen.




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