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Kissama (Quicama) Nationalpark

Im Nord-Westen Angolas, etwa 70 km südlich der Hauptstadt Luanda, erstreckt sich der wohl bekannteste und fast 10.000 km² große Kissama-Nationalpark.

Die Atlantikküste bildet die 120 km lange, westliche Grenze des Parks. Im Norden und Süden wird er durch die Flüsse Cuanza und Longa begrenzt. Die östliche Grenze bildet ein Gürtel aus hohem Dickicht.

Im Jahre 1957 wurde das Gebiet zum Nationalpark erklärt und repräsentiert das ursprüngliche Angola vor Zeiten des Bürgerkriegs, in denen als Folge viele Tierarten fast oder gänzlich ausstarben. In der großangelegten Tier-Import-Aktion „Operation Noah’s Ark“ wurden 2001 vor allem Elefanten aus Botswana und Südafrika in den Kissama-Nationalpark erfolgreich umgesiedelt und somit der Bestand wieder erhöht.

Der Nationalpark weist sehr abwechslungsreiche Landschaftstypen auf. Sie reichen von üppigen Flussauen am Cuanza, über Dickicht, und wunderschöne Baumsavannen bis hin zum offenen Grasland und der eindrucksvollen Küstenregion. In der Savanne wachsen unter anderem befremdlich wirkende, aber prächtige Affenbrotbäume, Akazien und einige seltene Wolfsmilcharten.

Die vielfältige Vegetation spiegelt sich dementsprechend im Artenreichtum der Tiere wieder. So findet man, neben den bereits erwähnten eindrucksvollen Elefanten, auch mächtige Nashörner, Flusspferde, Geparde, Gnus, Krokodile, sowie den Waldzwergbüffel, welcher eine der seltensten Arten des Nationalparks darstellt.



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