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Der Lobeke Nationalpark

Zusammen mit den Gebieten Boumba-Bek und Nki bildet der Lobeke Nationalpark eine geschützte Zone des Regenwaldes im Südosten von Kamerun. In Zusammenarbeit mit dem WWF versucht die Kameruner Regierung die Ausbeutung der Regenwaldressourcen und die Wilderei zu stoppen sowie die Kultur und den Lebensraum der Ba'Aka-Pygmäen zu bewahren. Das 2000 km² große Lobeke Gebiet wurde 2001 zum Nationalpark ernannt und ist das jüngste Reservat Kameruns. Das Reservat ist Teil des Sangha Tri-Nationalparks, zu dem auch das berühmte Dzanga-Sangha Schutzgebiet in der Zentralafrikanischen Republik sowie der Nouabalé-Ndoki Nationalpark im Kongo gehören. Lobeke ist von den drei vorgestellten Abschnitten der am besten zugängliche Park. Er ist dennoch schwer erreichbar und größtenteils der einheimischen Bevölkerung und den Forschern vorbehalten. Bisher läuft die Entwicklung touristischer Infrastruktur noch in ihren Kinderschuhen. Campingplätze und Beobachtungsplattformen befinden sich zunehmend in Planung.




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Wer sich auf ein authentisches Dschungelerlebnis begeben möchte und einen unermesslichen Artenreichtum in seiner ursprünglichen Form erleben möchte, kommt hier auf seine vollen Kosten. Der Lobeke beheimatet eine der dichtesten Population von Waldsäugetieren im Kongobecken wie eine geschätzte Population von 2000 Elefanten und 3000 Gorillas, 62 verschiedene Fischarten und 335 Vogelspezies. Besucher sollten diese Reise nur auf sich nehmen, wenn sie die notwendige Geduld und Ausdauer für eine abenteuerliche Regenwalderkundung mitbringen. Die beste Zeit für einen Besuch liegt in den trockeneren Monaten zwischen Dezember und Februar. Begeben Sie sich im Lobeke NP in Begleitung einheimischer Spurensucher auf ausführliche Wanderungen durch den Regenwald, in dem Sie mit Geduld und etwas Glück viele Tierarten entdecken können.

Der Wald ist geprägt durch üppiges Pflanzenwachstum und ist dicht besiedelt von großen Säugetieren wie Elefanten, Westlichen Flachlandgorillas, Schimpansen, Waldbüffel, Bongos und vielen anderen Arten. Produkte aus dem Wald wie Honig und Buschmangos sind weit verbreitet und werden von den Einheimischen geerntet und verkauft. Bei der Ernte dieser Mangos helfen alle mit und schaffen sich ein wirtschaftliches Standbein. Die einheimische Bevölkerung besteht hauptsächlich aus den Bagando und den Bakwele, ethnischen Stämmen der Bantu und der BaAka Pygmäen. Außerdem siedelt hier eine kleine Gruppe moslemischer Händler und anderer Nichteinheimischer, die sich anlässlich der Abholzungsaktivitäten hier niedergelassen hatten. Das Bild des Parks wird geprägt durch 14 große Waldlichtungen, unter den BaAka bekannt als „bais“. An diesen lichten Stellen versammeln sich Elefanten und Affen. Die Aktivitäten der Tiere an sieben dieser „bais“ namens Bolo, Djaloumbe, Djangui, Ndangaye, Ngoa, Petite Savane und Samba werden von Wildhütern bewacht und von Naturforschern dokumentiert.



Im Lobeke Nationalpark herrscht typisches Äquatorialklima mit vier Jahreszeiten.
Es sprechen zahlreiche Gründe dafür, dass Lobeke geschützt werden muss. Die reichhaltigen Ressourcen der Wälder lockten in den letzten Jahren viele Abholzungsunternehmen in die Gegend. Das Ökosystem des Parks steht unter enormer Belastung durch die Holzfällerfirmen als Anteilseigner, durch Jagdzonen der Kommunen und drei Zonen für professionelle Jagdpraktiken in den Randregionen des Parks. Der Wald wurde in den vergangenen 30 Jahren mindestens dreimal abgeholzt. Leider arbeiten diese Firmen nicht mit dem Gedanken der Nachhaltigkeit, sodass das Ökosystem und die Naturschätze ernsthaft gefährdet sind. Die Landesregierung wird von einer internationalen Geber-Gemeinschaft bei der Einrichtung und beim Schutz des Lobeke Nationalparks unterstützt. Mit unterschiedlichen Aufgaben engagieren sich hier unter anderem GTZ, WWF und Weltbank, um den Urwald in Zusammenarbeit mit seinen Bewohnern, den BaAka Pygmäen, so schützen und nutzen, dass er erhalten bleibt.