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Luambe Nationalpark

Der Luambe Nationalpark liegt im Osten Sambias zwischen den beiden größeren Nationalparks South und North Luangwa auf der östlichen Seite im Tal des Flusses Luangwa.

Der Park ist mit 300 km² verhältnismäßig klein und auch touristisch wenig erschlossen. Schon 1938 wurde er zum Nationalpark erklärt und blieb jedoch lange Zeit unentwickelt und vergessen, wodurch Wilderer unkontrolliert jagen konnten und den Tierbestand fast vollständig ausrotteten. Seit 2003 unterliegt der Park jedoch der privaten Fürsorge der CCSC (Communities for Conservation Society Cologne e.V.) in Zusammenarbeit mit ZAWA (Zambia Wildlife Authority) unter Einbeziehung der örtlichen Bevölkerung, sodass nun einige Zufahrtswege existieren, eine Lodge zur Übernachtung errichtet wurde und auch die Anzahl der beheimateten Tiere wieder erhöht werden konnte.

Dieser Nationalpark hat es jedoch nicht verdient in den Schatten des South oder North Luangwa Nationalparks gestellt zu werden. Er beheimatet unzählige Tierarten von Säugern, Vögeln und Reptilien und besticht durch seine reichhaltige Flora. Vor allem in der Regenzeit, wenn auch die Ausläufer des Luangwa Wasser führen und sich der Flusslauf immer wieder verändert, erblüht die sonst trockene und raue Vegetation durch Auen und Lagunen zu neuem Glanz und bringt die Besonderheit dieses ökologischen Systems zum Ausdruck. Der überwiegende Teil des Parks wird von einer 500 bis 700 m über dem Meeresspiegel liegenden Hochebene bestimmt. Dort wachsen dichte Mopane- und Miombowälder, die eine Höhe von bis zu 25 m erreichen können. Die Wälder sind durchsetzt mit offenen Grasflächen.

Die Lagunen sind vor allem in der Trockenzeit überlebenswichtig für die dort lebenden Wildtiere wie Elefanten, Flusspferde, Löwen, Leoparden, Hyänen, Büffel, Zebras und viele mehr. Sie versammeln sich oft in großen Herden an den Wasserlöchern zu Tränke und können dann besonders ungestört beobachtet werden.

Darüber hinaus sind im Luambe Nationalpark 300 – 400 Vogelarten zu Hause – darunter verschiedene Adlerarten wie See- oder Kampfadler, aber auch die bunten Bienenfresser, Hornraben, oder Geier.



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