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Mosi-oa-Tunya-Nationalpark

Im Süden Sambias, an der Grenze zu Simbabwe, befindet sich der mit 66 km² verhältnismäßig kleine, aber spektakuläre Mosi-oa-Tunya-Nationalpark. Er erstreckt sich über eine Länge von 12 km entlang des Sambesi-Flusses und schließt die bekannten Victoriafälle ein.

Die Victoriafälle zählen zu den spektakulärsten Wasserfällen der Welt. Vor allem in der Regenzeit von November bis April, wenn der Sambesi den höchsten Pegel hat, stürzen über 500 Millionen Liter Wasser pro Minute doppelt so tief wie bei den Niagara-Fällen hinunter und stellen ein atemberaubendes Naturspektakel dar. Der gigantische Schleier aus Gischt vernebelt nicht nur im wahrsten Sinne des Wortes die Sinne, sondern kann auch aus über 20 km Entfernung noch ausgemacht werden. In der Trockenzeit, wenn der Wasserstand sinkt, teilt sich der zuvor fast 2 km breite Wasserfall in mehrere kleinere Teilfälle auf, was die aufregende, aber gefährliche Möglichkeit bietet, den Fluss bis nahe der Abbruchkante zu durchlaufen.

Der Nationalpark beheimatet eine Vielzahl an Wildtieren. So können unter anderem freilaufende Elefantenherden, Büffel, Gnus, Zebras, Giraffen und Flusspferde vor allem in Wassernähe entdeckt werden. Auch verschiedene Affenarten wie zum Beispiel Grüne Meerkatzen oder Bärenpaviane kann man beobachten. Darüber hinaus kann man Vögel wie Taita Falken, Schwarzstörche und Schwarze Adler, die in den Höhlen der Victoriafälle brüten, bestaunen.

Da der Nationalpark relativ klein ist, kann man ihn sehr gut in kurzer Zeit auf einer Rundfahrt entlang des Flusses erkunden und bestaunen. Er ist sehr gut für den Tourismus ausgebaut, sodass Besucher auch ohne Führung auf Entdeckungsreise gehen können.