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Der Murchison Nationalpark

Der Murchison-Falls Nationalpark ist mit einer Fläche von 3840 km² der größte Wildtierpark in Uganda. 1952 wurde der Park geschaffen, um die tierreiche Savannenlandschaft an den Murchison-Fällen des Viktoria-Nils zu schützen. Die namensgebenden Murchisonsfälle liegen im Westteil des Parks und stürzen an dieser Stelle durch eine 7 m breite Schlucht 43 m in die Tiefe. Eine Fahrt mit dem Boot zu dem Fuß des Murchison Falls ist ein beeindruckendes Erlebnis. Während solch einer Tour können Nilpferde, Krokodile und vielfältige Wasservögel am Flussufer beobachtet werden.



Offenes Grasland und verbuschende Savannen- und Hügellandschaften sowie Sümpfe durchziehen den Park. Der Nil teilt den Park in zwei Abschnitte. In dem südlichen, etwas tierärmeren Teil befindet sich der feuchttropische Rabongo-Forest mit seinen zahlreichen Eisenbäumen. Der kleinere, nördliche Teil beherbergt einen deutlich höheren Tierbestand und ist ideal geeignet für erlebnisreiche Game Drives. Der Park lässt sich mit Allradfahrzeugen auch während der Regenzeit erreichen, ist dann aber nur eingeschränkt befahrbar. Die beste Zeit für einen Parkbesuch sind daher die trockenen Monate Juni bis September oder Dezember bis März.




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In den 1970er und 1980er Jahren war insbesondere der Murchison Falls Nationalpark von heftigen Wildereien betroffen. Großwild wie Elefanten, Löwen und Nashörner wurden für Trophäen, Elfenbein und Felle beinahe ausgerottet. Über zehn Jahre versuchte die deutsche Gesellschaft für technische Zusammenarbeit in einem Rehabilitationsprojekt den Murchison Falls Nationalpark mit einer wirksamen Kontrolle der Wilderei und einer effizienteren Parkverwaltung eine Erholung der Wildtierbestände zu erreichen. Seitdem scheinen sich die Bestände zu erholen.



Etwa 1400 Elefanten, kleine Herden von Kaffernbüffeln, Uganda-Kobs, Jackson´s Kuhantilopen und zahlreiche Rotschildgiraffen ziehen durch die Savanne. Zudem beherbergt der Park die versteckt lebenden und eher seltenen Buschböcke, verschiedene Duckerarten und die scheue Sitatunga-Antilope. Neben den Warzenschweinen gibt es Pinselohrschweine. Löwen und Leoparden sind selten geworden, haben aber gesicherte Bestände. Im Rabongo-Forest leben insgesamt sechs Primatenarten wie unter anderem eine kleine Popultaion Schimpansen. Desweiteren sind im Park mehr als 420 Vogelarten registriert.




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