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Parc National des Volcans

Der Parc National des Volcans im äußersten Nordwesten Ruandas geht auf den 1925 von der belgischen Regierung gegründeten Albert-Nationalpark zurück, der 1960 in den Parc National des Virunga und den Parc National des Volcans in Ruanda zergliedert wurde. Der Nationalpark musste den wachsenden Siedlungsgebieten und landwirtschaftlichen Nutzungsflächen weichen, sodass die Parkgröße heute nur noch 125 km² beträgt. Eine dicke Mauer rund um das Schutzgebiet sollte die lokale Bevölkerung daran hindern, mit ihren Weidetieren illegal in den Park vorzudringen.



In dem Park schrieb die amerikanische Gorillaforscherin Dian Fossey Geschichte in der Primatenforschung. Von den Ruandern wurde sie nur „Nyiramaachabelli“- die alte Frau, die allein im Wald lebt- genannt. Während einer Langzeitstudie über die Verhaltensweisen der Berggorillas führte sie einen erbitterten Kampf gegen die Wilderer. Ihr Leben war geprägt von Einsamkeit und Hass gegen die Gorillamörder. Weihnachten kam sie bei einem Attentat verübt durch einen ihrer Gegner in ihrer eigens errichteten Forschungsstation an den Hängen des Vulkans Visoke ums Leben.



Nach jahrelangen kriegerischen Aktivitäten ist seit 2001 ein Besuch des Parc National des Volcans wieder ohne Gefahr möglich. Durch die Gipfel der erloschenen Vulkankette verläuft die Staatsgrenze zwischen Ruanda und der Demokratischen Republik Kongo bzw. Uganda. An den Hängen der Vulkane gedeihen tropische Bergwälder, die sich vorwiegend aus dichtem Bambus und flechtenbehangenem Bergnebelwald mit Lobelien und Senezien zusammensetzen. Ab einer Höhe von 4000 m liegt die afro-alpine Trockenzone mit Baumheide und Strohblumen.



Seit Anfang 2010 können ganzjährig Exkursionen zu den habituierten Gorillagruppen unternommen werden. Außerdem können die Vulkane Karisimbi, Visoke, Sobinyo, Gahinga und Muhavura von Ruanda aus bestiegen werden. Die Grabstelle von Dian Fossey liegt am Südhang des Vulkans Visoke, wo auch mehrere der von ihr so geliebten Gorillas begraben sind. Eine weitere interessante Unternehmung ist der Besuch einer der beiden habituierten Gruppen der seltenen Goldmeerkatze.




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