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Reiseinformationen zu Angola

Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise nach Angola ein Visum, das vor der Einreise bei der angolanischen Botschaft in Berlin mit einem noch mindestens sechs Monate über den geplanten Aufenthalt hinaus gültigen Pass beantragt werden muss.

Der deutsche Kinderausweis ist unabhängig vom Alter des Kindes mit einem Lichtbild zu versehen. Der Eintrag in den Reisepass eines Elternteils wird für die Visaeinholung nicht anerkannt. Für die Einreise wird weiterhin eine Bescheinigung über die durchgeführte Gelbfieberimpfung benötigt. Diese Bescheinigung ist in der Regel ein gelber WHO-Ausweis.




Botschaft der Republik Angola

Wallstr. 58, 10179 Berlin
Tel. +49 (0) 30 240897-0
www.botschaftangola.de
(zuständig für Deutschland)

Wir empfehlen Ihnen jedoch das Visum über www.visum.de zu beantragen. Die Regelbearbeitungszeit beträgt mindestens 3 Wochen. Gültigkeitsdauer des Visums beträgt 60 Tage ab Ausstellungsdatum für maximal 30 Tage Aufenthalt. Das Visum kann zwei Mal um je 30 Tage im Land verlängert werden. Danach ist die Ausreise zwingend vorgeschrieben. Die notwendigen Visaformulare stellt Ihnen in der Regel der Reiseveranstalter zu Verfügung.




Kommunikation

Während des Krieges hat das Telefonnetz von Angola großen Schaden genommen, wodurch Festnetztelefone nur sehr partiell verbreitet sind. Trotzdem ist es durch Reformen gelungen, das Telefonnetz zu erweitern und zu digitalisieren. Die Vorwahl für Angola ist +244 (00244). Weiterhin sind zwei Mobilfunknetze in Betrieb (Angola-Telecom und Unitel), die vorwiegend in Luanda und der näheren Umgebung funktionieren. Während bis vor kurzem internationale Anrufe nach Luanda durch eine Vermittlung getätigt wurden, ist nun auch die internationale Direktdurchwahl möglich. Die Nutzung eines Handys ist im Land üblich, wodurch für Einheimische das kurzfristige Vermieten des Mobiltelefons als Nebenverdienst ansehen. Dadurch stellt es kein Problem dar, vom nächsten Marktstand SMS an die Lieben zu Hause zu schicken.

Faxgeräte stehen in den meisten größeren Hotels zur Verfügung. Auch Internetcafés sind in Angolas Hauptstadt Luanda vorhanden. Jedoch ist die Internetnutzung in Angola bisher begrenzt. Aber in den größeren Hotels gehört der Zugang zum Internet zum Standard.
Die Inlandspost ist relativ zuverlässig, Luftpostsendungen nach Europa benötigen in der Regel 5 bis 10 Tage.




Sicherheit

Angola ist ein größtenteils sicheres und angenehm zu bereisendes Land. Doch wie in fast allen Ländern der Erde gibt es auch hier mitunter Kriminalitätsprobleme. Auf Grund der leider auch hier vorhandenen Armut und eines immensen sozialen Gefälles kommt es bedauerlicherweise vor allem des Öfteren zu Diebstählen.
Es gibt einige außerordentlich geübte und geschickte Taschendiebe welche den Diebstahl, besonders von Touristen, zu Ihrer Erwerbsgrundlage gemacht haben. Oft arbeiten diese in Gruppen zusammen und gehen dabei mit äußerster Geschicklichkeit vor. Vor allem bei größeren Menschenansammlungen, wie z.B. auf Märkten, Bahnhöfen oder während der Fahrt im Bus oder Zug besteht die große Gefahr einiger Dinge entledigt zu werden. Dies gilt naturgemäß besonders in den Touristenzentren.

Vor allem ist in der Hauptstadt Luanda Vorsicht vor Dieben geboten, die mit dem Motorrad Überfälle auf stehende KFZ verüben. Bitte beachten Sie, dass noch immer in vielen Teilen des Landes Minengefahr besteht! Ihr Reiseleiter wird Sie dahingehend noch einmal ausführlich informieren.




Gesundheit

Nachfolgend möchten wir Ihnen einige Tipps zu gesundheitlichen Problemen und Risiken während Ihrer Reise durch Angola geben. Diese Informationen beruhen auf der langjährigen Erfahrung unserer Reisespezialisten und sollen nur als erster Überblick gelten. Sie ersetzen keinesfalls den Besuch des Haus- oder Tropenarztes. Da sich die gesundheitliche Situation im Land sehr schnell ändern kann, und die persönliche Gesundheit des Einzelnen mitentscheidend ist, ist nur ein Arzt in der Lage Sie umfassend und kompetent zu beraten. Bitte bedenken Sie bei Ihrer Terminplanung, daß einige Schutzimpfungen nur mit einem bestimmten Abstand zueinander verabreicht werden können bzw. einige Zeit von Nöten ist, bis die Immunisierung ihre volle Wirksamkeit erreicht hat. Sie sollten daher rechtzeitig einen Arzttermin vereinbaren.

Im Gegensatz zu den europäischen Standards ist das Gesundheitssystem Angolas schlecht ausgebaut. Nur in der Hauptstadt Luanda ist eine verhältnismäßig gute und kontinuierliche medizinische Versorgung gewährleistet, wohingegen sie in ländlichen Gebieten kaum vorhanden ist.

Deshalb möchten wir Sie dringend bitten, Gesundheitsfragen mit Ihrem Hausarzt oder besser noch mit einem Tropenarzt abzuklären. Bitte beachten Sie dazu auch die nachfolgenden Gesundheitsempfehlungen und die beigefügte Adreßliste der Tropenärzte in Deutschland. Die größten gesundheitlichen Probleme für Touristen sind in aller Regel Magen-Darm-Infektionen, zugezogen durch verschmutztes Wasser und oder schlechtes und ungewohntes Essen. Vor allem der Genuß von rohen oder nicht richtig durchgegarten Nahrungsmitteln, von ungewaschenem Obst und Gemüse, daß Trinken von offener Milch, von frischen Fruchtsäften und vor allem das Essen von Eis, sind die größten Risikofaktoren. Bitte trinken Sie niemals Leitungswasser sondern nur Mineralwasser aus geschlossenen Flaschen. Dasselbe gilt auch für das Zähneputzen!
Als kleine Eselsbrücke sollte Ihnen dabei die alte Globetrotterregel „Cook it, peel it or forget it!“ (koch es, schäl es oder vergiss es) gelten. Also auch wenn es schwerfällt, Salate oder unschälbares Obst sollte während der Reise nicht auf dem Speiseplan stehen.

Vor der Reise:

  • Bitte besuchen sie einige Wochen vor der Reise ihren Zahnarzt, etwaige Zahnprobleme während der Reise führen nur zu unnötigen Komplikationen und es gibt einige Orte an denen ein Zahnarztbesuch sicher das letzte ist, was man sich wünscht. Außerdem besteht ein erhöhtes Infektionsrisiko.
  • Bei dauerhaften gesundheitlichen Problemen jedweder Art sollten Sie vor Antritt der Reise unbedingt Ihren Hausarzt konsultieren.

Bilharziose Erreger kommen in einigen Teichen und Flüssen vor, das Schwimmen oder Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden.




Impfungen

Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird von Reisenden verlangt. Bitte überprüfen Sie, ob sie die üblichen und in Deutschland von den Krankenkassen finanzierten Immunisierungen gegen Diphtherie, Polio, Tetanus und Typhus wieder auffrischen müssen. Weiterhin wäre eine Impfung gegen Hepatitis A und gegebenenfalls auch gegen Hepatitis B und Cholera zu empfehlen. Lassen Sie sich dazu von Ihrem Arzt beraten.

Es besteht ein ganzjähriges Malariarisiko in ganz Angola, selbst für die Stadtregionen. Um Ihrem Arzt die Gelegenheit zu geben einen Impfplan aufzustellen sollten Sie rechtzeitig einen Termin vereinbaren. Neben Insektensprays und körperbedeckender Kleidung ist vor allem die Malariaprophylaxe ein zuverlässiger Schutz.

Während der Reise:
Man muß die Vorsichtsmaßnahmen nicht unnötig übertreiben, aber besonders zur Vorbeugung von Magen- und Darminfektionen und Sonnenbrand sollten Sie folgende Hinweise beachten:

  • nur vorbehandeltes, abgekochtes oder in Flaschen gekauftes Wasser trinken und zum Zähneputzen verwenden, zur Desinfektion von Leitungswasser eignen sich die verschiedenen in Ausrüstungsläden oder Apotheken erhältlichen Mittel auf Silberionen- oder Chlorbasis,
  • nur gekochte oder richtig durchgebratene Speisen essen, auf das Steak Medium sollte während der Reise verzichtet werden.
  • keine Salate oder unschälbares Obst essen
  • kein Eis essen und keine offenen Fruchtsäfte oder offene Milch trinken
  • Schutz vor Sonnenbrand durch das Tragen eines Hutes und einer Sonnenbrille, außerdem empfiehlt sich besonders im Gebirge die Benutzung von Sonnenschutzcremes oder –lotions mit einem Sonnenschutzfaktor von mind. 20, bei empfindlicher Haut sogar von 25 und mehr,




Versicherungen

Wir empfehlen allen Reiseenden nach Angola dringend den Abschluß einer Reisekranken-versicherung. Diese sollte neben den gewöhnlichen Behandlungskosten auch die Kosten für einen eventuellen Rettungsflug in Ihr Heimatland mit einschließen. Die Wahrscheinlichkeit das ein solcher von Nöten ist, ist zwar äußerst gering, aber sollte dieser Fall eintreten, könnten dabei Kosten in sechsstelliger Höhe entstehen! Auch der Abschluß einer Reisegepäckversicherung zum Schutz gegen Diebstahl und Verlust ist anzuraten.
www.urlaubsschutz24.de




Geld

Nur in den großen Hotels und in einigen wenigen Restaurants werden internationale Kreditkarten akzeptiert. Sonstige Rechnungen werden aber in bar in der angolanischen Währung, dem Kwanza, beglichen. Der Kwanza ist unterteilt in 100 Centimos. 1 Euro entspricht 123,46 Kwanza (Stand: Dezember 2010).

Viele Restaurants und Hotels nehmen auch US-Dollar an. 100-Dollar-Noten werden in Banken nur gewechselt, wenn sie 1996 oder später gedruckt wurden. Reiseschecks sind praktisch unbekannt und können – wenn überhaupt – nur zu einem ungünstigen Wechselkurs eingetauscht werden. Die Ausfuhr von Kwanza ist verboten. Devisen dürfen anmeldefrei bis zu einem Gegenwert von 15.000 USD ein- und ausgeführt werden.

Man sollte nie vergessen, daß jeder Europäer in Ländern der Dritten Welt als Reicher angesehen wird – unabhängig von seinen tatsächlichen Verhältnissen. Das Wissen darum hilft, über so manches unerwartetes Ärgernis – wie kleine Geldschneidereien – relativ gelassen hinwegzusehen und sich dadurch nicht die lang ersehnte Reise verderben zu lassen.

Für Getränke, nicht in den Leistungen inkludierte Mahlzeiten und anderweitige persönliche Ausgaben sollten Sie etwa 10-15 € pro Tag und Person rechnen. Bitte denken Sie immer daran, das Geld entweder in einer Bauch- und Brusttasche mit sich zu führen.




Essen & Trinken

Selbstverständlich werden Sie während Ihrer Tour auch die verschiedenen einheimischen Gerichte kennenlernen. Obwohl in den Städten und Hotels sowohl traditionelle als auch internationale Küche vorzufinden ist, gibt es dennoch recht wenige Restaurants in Angola.
Für ein Essen in einem solchen Restaurant sollte man mit Kosten von ca. 3,- bis 10,- USD rechnen.

Zu den angolanischen Hauptnahrungsmitteln gehören Mais und Palmöl. Eine Variante der afrikanischen Polenta, die aus Mais oder Maniok gekocht wird, ist Funje. Als Beilage werden Bohnen, anderes Gemüse oder Fleischsoße serviert. Chicken Muamba (mit Palmöl und Knoblauch zubereitetes Huhn) ist ein weiteres traditionelles Gericht, das mit Okra serviert wird.

Die traditionelle Küche Angolas liefert außerdem das Gericht Mufete de Cacuso, gegrillter Fisch mit einer scharfen Soße bestehend aus Zwiebeln, Zitrone und Essig. Als Beilagen werden Maniokbrei oder Fladenbrot gereicht. Für Soßen verwendet man auch oft Erdnüsse, die geröstet, zerkleinert und mit scharfen Gewürzen verfeinert werden. Der portugiesische Einfluss ist auch in der angolanischen Küche nicht zu verkennen.

Die landestypischen Getränke sind Palmwein und ein Erfrischungsgetränk, das aus vergorenem Mais gewonnen wird. Eines der Hauptexportprodukte des Landes ist Kaffee, der an dieser Stelle keinesfalls vernachlässigt werden soll.




Fotografieren

Bitte fotografieren Sie Menschen überhaupt nur mit deren Einverständnis. Manche lassen sich z. B. aus religiösen Gründen nie fotografieren, andere gestatten es nur gegen Bezahlung. Beim Fotografieren öffentlicher Gebäude in Angola ist Vorsicht geboten. Bitten Sie bei Wachen oder Verantwortlichen um Erlaubnis soweit möglich. Generell verboten ist das Fotografieren von militärischen Anlagen, Flugplätzen, Bahnhöfen, Brücken, Polizeistationen, usw. sowie deren Personal.

Da es im Land oft keine durchgehende Stromversorgung gibt, empfehlen wir Ihnen ein Aufladekabel mitzunehmen, das das Aufladen der Akkus über den Zigarettenanzünder erlaubt. Es empfiehlt sich prinzipiell einen Wechselakku als Sicherheit mitzunehmen, um evt. Stromversorgungsengpässe überbrücken zu können.




Bekleidung

In der Öffentlichkeit sollte dezente Kleidung getragen werden. Kurze Hosen oder Röcke sowie schulterfreie Oberbekleidung sollten in Rucksack oder Reisetasche bleiben, auch wenn andere Reisende diese Regeln nicht praktizieren. Für das feuchtheiße Klima empfehlen wir leichte, weite und strapazierfähige Kleidung, dazu eine Jacke oder einen Pullover für die Morgen- und Abendstunden. Eine Regenjacke sollte ebenfalls im Gepäck vorhanden sein.

Am Abend empfiehlt sich zum Schutz gegen Malaria lange und helle Kleidung sowie Mückenschutzspray. Sonnenschutz wie Sonnenbrille und Hut gehören zur Standardausrüstung.
Bei Besuchen in Kirchen bzw. Moscheen sollte dezente Kleidung getragen werden.




Zeitverschiebung

Die Lokalzeit in Uganda entspricht im Winter der Zeit in Deutschland. Während der europäischen Sommerzeit sind die angolanischen Uhren den deutschen nur um eine Stunde hinterher.




Stromversorgung

Die Stromspannung in Angola beträgt 220 Volt Wechselstrom/50 Hz. Verwendet werden Stecker wie sie auch in Deutschland üblich sind.




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