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Der Loango Nationalpark

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Der Loango-Nationalpark ist am Küstenstreifen von Gabun angesiedelt und besitzt eine Fläche von etwa 1550 km². Dieser zum Naturschutzkomplex Gamba gehörende Park ist ein wahres Kleinod der Atlantikküste mit Wald, Lagunen und Küstengebiet. Das riesige Schutzgebiet wird auf vielen Kilometern von Stränden eingefasst, die von der Menschheit bisher größtenteils unentdeckt und unberührt blieben. Dort ist es keine Seltenheit, dass Elefanten und Büffel die Sonnenbader am Strand besuchen und für sensationelle Fotomotive sorgen, oder haben Sie schon einmal ein surfendes Flusspferd gesehen? Hier können Sie diese Erfahrung machen. Die weißen Strände sind teilweise mit grünem, saftigem Gras bedeckt, welches aufgrund seines Salzgehaltes große Beliebtheit in der Tierwelt erfährt.




Der Loango Nationalpark wurde 2002 gegründet und das Iguela sowie das Loango Reservat wurden zusammengeschlossen. Das 230.000 Hektar große Iguela Reservat umgeben von einer Lagune, auch Iguela oder Nkomi genannt, liegt benachbart zu dem etwas kleineren Küstenreservat Petit Loango. Besucher werden in den Bann dieser unwiderstehlichen Kombination der vielfältigen Landschaftsbilder gezogen. Lagune, Sandstrand, Küstenbusch, Regenwald, Mangrovensumpf, Salzmarsch und Savanne reichen sich die Hand. Hier wird sichtbar, wie ein großer Teil der Erde ausgesehen haben muss, bevor der Mensch sie berührt hat. Erleben Sie diese Kontraste zu Fuß, auf einem Boot oder im Geländewagen.



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Das Besondere am Loango-Nationalpark ist die große Artenvielfalt im Tierreich. Die Attraktionen wechseln im Jahresverlauf. Die beste Zeit, um Wale und Delfine zu beobachten, liegt zwischen Mitte Juli bis Mitte September. Dann bietet sich ein besonderes Schauspiel, wenn tausende Buckelwale in die flachen Gewässer des Loango-Nationalparks schwimmen, um dort das Paarungsritual zu vollziehen. Die Hochsaison der Schildkröten erstreckt sich von Oktober bis Mitte Januar. Zu jeder Zeit können Ihnen Hippos, Krokodile, Seekühe, Flusspferde, Sumpfantilopen, Zwergkrokodilen, Pinselohrschweine, Waldelefanten, Waldbüffel, Leoparden, Schimpansen, Westliche Flachlandgorillas und viele andere mehr begegnen. Zudem finden im Loango-Nationalpark viele tropische Vogelarten ihr Zuhause. Die großen Gewässer sind sehr fischreich und nähren die Fisch- und Schreiseeadler.



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Da der Loango-Nationalpark touristisch nicht besonders gut erschlossen ist, empfiehlt es sich, auf jeden Fall einen Naturführer zu engagieren. Die Anreise ist nicht ganz einfach. Am besten ist es, wenn man per Flugzeug nach Iguela anreist und von dort aus seinen Weg weiter fortsetzt. Der Park soll aber in den nächsten Jahren weiter ausgebaut werden, sodass dort hoffentlich auch bald eine bessere touristische Infrastruktur vorzufinden ist. In dem arten- und facettenreichen Loango-Nationalpark schlummert ein riesiges, ökotouristisches Potential. Der Park entwickelt seine Infrastruktur und sein Personal stetig weiter und sammelt Gelder zum Schutz der Natur.