Infos Länder
Infos Nationalparks
Infos Gorillas & Co
Infos Ethnien

Der Odzala Nationalpark

Bild vergrößern

Der 13.600 km² große Odzala Nationalpark liegt im Herzen des Kongobeckens und ist nach Amazonien der zweitgrößte, noch weitgehend intakte Regenwaldgürtel und zählt zu den ältesten Naturschutzgebieten der Welt. Der 1935 von der französischen Kolonialmacht auf Anregung des Verwalters Monsier Floris geschaffene Park gilt immer noch als Geheimtipp unter Afrikakennern und Primatenliebhabern. Das Schutzgebiet besteht im Wesentlichen aus dichtem, tropischen Regenwald. Eine Vielzahl sumpfiger Lichtungen lockert den Pflanzenwirrwarr des Waldes auf. Nur sehr wenige Straßen bahnen sich durch den Park.




Im Regenwald leben hier vor allem Bongos, Sitatungas und andere Antilopenarten, aber auch Löwen, Leoparden, Tüpfelhyänen, Kronenducker, Büffel, Riesenwaldschweine, Pinselohrschweine, einige Waldelefanten und etliche Affenarten. Neben Schimpansen gibt es hier vor allem Westliche Flachlandgorillas, die an den Lichtungen des Waldes gut beobachtet werden können. Im eher flachen Westen der Republik Kongo sind Berggorillas nicht anzutreffen. Dafür gibt es noch unzählige Vogelarten und jede Menge Reptilien, wie etwa die hochgiftige Kongo-Wasserkobra.



Bild vergrößern

Heute gehört der Odzala Nationalpark ohne Zweifel zu den schönsten Orten in der Republik Kongo. Bevor Besucher diesen paradiesischen Ort betreten dürfen, bedarf es jedoch einer Anmeldung und Registrierung bei der Parkverwaltung. Außerdem werden für eine Regenwaldexpedition ausreichend Geduld, Ausdauer und eine gute Kondition vorausgesetzt. Zwei Regenzeiten, einmal zwischen März und Mai, und zwischen September und Dezember, bestimmen den Park. Während der regenreichsten Monate Mai und November sind die Safaricamps im Nationalpark geschlossen. Bei einem Jahresniederschlag von 1400 bis 1600 mm beträgt die durchschnittliche Temperatur 30 Grad.



Bild vergrößern

Im Rahmen eines europäischen Schutzprogramms wurde über 10 Monate eine Studie der Großsäugetiere, die die sumpfigen Lichtungen des Odzala-Nationalparks häufig aufsuchen, durchgeführt. Besonderes Augenmerk lag auf den Gorillas, die die Maya-Nord-Lichtung besuchen, welche 10 km nördlich der Parkgrenzen liegt. Die gute Sichtbarkeit ermöglichte eine genaue Bestimmung der Gruppenzusammensetzung und Bestandsstruktur.



Bild vergrößern

Seiner Abgeschiedenheit und schwieriger Zugänglichkeit gemeinsam mit der dünnen menschlichen Besiedlung des Gebiets ist es zu verdanken, dass diese einzigartige Mischung aus wechselnden Savannen und prähistorischen Wäldern mit Baumriesen von bis zu 40 m Höhe seine erstaunliche Artenvielfalt erhalten konnte. Unter den gegenwärtigen Bedingungen – kein Holzfällen, kaum Menschen und fast keine Wilderei – scheint das Überleben der Population auf lange Zeit gesichert.




Reiseangebote