Junge Frau mit farbenfroher Kleidung

Die Kapsiki-Ethnie

Eine der weiteren größeren Volksgruppen des Berglandes von Kamerun sind die Kapsiki. Sie bewohnen die Region südlich von Mogode bis hin nach Rhumsiki und Amsa, entlang der nigerianischen Grenze und über die Grenze hinaus. Auf der Flucht vor den islamischen Fulbe haben sie in dieser vulkanischen Mondlandschaft aus bizarren Felsformationen in Höhlen einst Unterschlupf gefunden.

Religion der Kapsiki-Ethnie

Die meisten Kapsiki sind Anhänger traditioneller Religionen, wenngleich die Christianisierung Einzug gehalten hat. Viele bekennen sich zum Christentum, verbinden dies aber mit Polygamie, Krabbenzauber und Opferriten. Die Kapsiki sind auch bekannt für ihren Toten- und Ahnenkult.

Kunst der Kapsiki-Ethnie

Rhumsiki ist der bekannteste Ort dieser Region. Bei einem Stadtrundgang erhalten Besucher einen Einblick in die vielfältigen kunsthandwerklichen Fähigkeiten der Kapsiki. Diese reichen vom Weben, über das Töpfern bis zur Schmiedekunst. Zum Nahrungserwerb wird Hirse angebaut und Kleinvieh gehalten. Naturheilkunde spielt, wie bei den anderen Bergvölkern, eine große Rolle. In Rhumsiki übernimmt diese Aufgabe der „Krabbenzauberer“, der auch als Hellseher aktiv ist.

Handwerk und Landwirtschaft der Kapsiki-Ethnie

Bekannt sind die Kapsiki, wie auch die Mafa, vor allem wegen ihrer Schmiedekunst, dem Gelbguss. Doch auch dieses Handwerk verschwindet, wie so viele der alten Traditionen, mehr und mehr. Gemeinsam ist den Bergbewohnern des Nordens, den Mafa, Kapsiki, Podoko und anderen ihre Kunst, den kargen Hügeln in einer vollendeten Terrassenkultur das wenige Wasser abzugewinnen, um Hirseanbau zu ermöglichen. Oft muss das nötige Wasser in der Trockenzeit über viele Kilometer in Krügen herbeigeschafft werden.

Lebensweise der Kapsiki-Ethnie

Einmal im Jahr feiern sie dann ein großes Erntefest, zu dem ein heiliges Rind geschlachtet wird, das während des Jahres in einer Hütte herangemästet wurde.
Das bescheidene, zurückgezogene und oft mühsame Leben, das die Kapsiki in den schwer zugänglichen Bergen führen, macht sie auf den ersten Eindruck etwas verschlossen Fremden gegenüber, doch sind sie sehr freundlich, wenn man sich ihnen interessiert und aufgeschlossen nähert.

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